Süßkartoffel-Bratlinge – Für Groß und Klein, warm und kalt, zu Hause und unterwegs.

Wir lieben Bratlinge! Sie sind einfach so vielseitig und praktisch im Alltag. Daher bereite ich sie gerne vor, wenn am Wochenende ein Ausflug bevorsteht oder wenn ich weiß, dass ich am Abend oder am nächsten Tag nicht zum Kochen kommen werde. Denn die meisten Bratlinge schmecken auch kalt sehr gut oder lassen sich noch einmal kurz im Backofen aufwärmen. Sie schmecken als Hauptmahlzeit zu einem großen, gemischten Salat genauso gut wie als Ergänzung zum Abendbrot. Außerdem sind sie gut als Fingerfood für kleine Kinderhände geeignet.

Eines unserer liebsten Bratling-Rezepte, mit dem mich außerdem eine besondere Erinnerung verbindet, möchte ich euch heute vorstellen. Süßkartoffel-Bratlinge habe ich zum ersten Mal gemacht kurz bevor unser Sohn das Licht der Welt erblickte. Es war eine der letzten großen Aktionen, um unsere Tiefkühltruhe mit vollwertigen Leckereien für die Wochenbett-Zeit zu bestücken und so habe ich wirklich einen riesigen Berg der Bratlinge hergestellt, um sie dann einzufrieren. Daher erinnert der Geschmack mich jetzt noch manchmal an unsere allererste Zeit als Familie. Wenn ihr Kinder habt, wisst ihr sicherlich, wie wertvoll das ist, im Wochenbett gut mit Essen versorgt zu sein. Wir hatten, neben den eigenen, vorbereiteten Gerichten das Glück, dass meine Schwester uns eine große Menge leckerer Speisen vorbei brachte und wir uns alleine damit einige Tage versorgen konnten, ohne groß in der Küche stehen zu müssen. Da ich ein bisschen gebraucht habe, um nach der Geburt körperlich wieder auf die Beine zu kommen, war das wirklich ein Segen.

Trotz der Bratling-Flut in der Wochenbett-Zeit haben wir uns an dem Rezept noch nicht leid gegessen. 😉 Allerdings habe ich es inzwischen noch etwas verändert. Das ist auch so schön an der vegetarischen Schwester der Frikadellen: Die Rezepte sind so schön wandelbar, wenn man möchte, schmeckt es jedes Mal ein bisschen anders. Unterschiedliche Gemüse- und Getreidesorten, Kräuter und Gewürze laden immer wieder zum Experimentieren ein und bieten dadurch auch eine perfekte Möglichkeit zur Resteverwertung.

Für die kleinsten Ess-Anfänger könnt ihr auch gut eine kleine Extra-Portion machen und gewisse Gewürze und eventuell die hier im Rezept verwendeten Sonnenblumenkerne weg lassen oder sie einfach fein mahlen. Unser Zwerg kommt nun mit einem Jahr gut damit zurecht, obwohl er in der Zahnentwicklung recht langsam dabei ist und gerade mal zwei ganze und zwei halbe Beißerchen besitzt. 😉 Und da er zu seinem Geburtstag einen Lernturm bekommen hat, kann er nun neben mir an der Arbeitsplatte stehen und mit“helfen“. Für mich erleichtert es das Arbeiten in der Küche sehr, denn vorher wurde er schnell quengelig, weil er nicht sehen konnte, was da oben passiert. Jetzt werden munter (ungefährliche) Küchengeräte begutachtet und mit Vorliebe aus den Schüssel genascht. Glücklicherweise kann man Süßkartoffeln ja auch als Rohkost essen, auch wenn mir persönlich das nicht so gut schmeckt. Aber der Kleine liebt den Bratling-Teig und darf daher auch immer ein bisschen davon naschen.

Da sich die Bratlinge im Kühlschrank prima ein paar Tage halten und sich auch gut einfrieren lassen, mache ich immer gleich eine etwas größere Menge – dann lohnt es sich wenigstens. 😀

Hier kommt also das Rezept:

Unsere liebsten Süßkartoffel-Bratlinge

für ca. 25 kleine Bratlinge

500g Süßkartoffeln

200g Dinkel-Vollkornmehl

100g Grünkern-Vollkornmehl

150g Schmand

50g Sonnenblumenkerne

2 EL gemahlene Leinsamen

3 EL mittelscharfer, körniger Senf

Gewürze: Salz, Pfeffer, Muskatnuss, Kreuzkümmel, Paprika edelsüß

natives Sonnenblumenöl zum Braten

1. Die Süßkartoffel auf der Gemüsereibe fein reiben.

2. Dinkel, Grünkern und Leinsamen in der Getreidemühle zu einem feinen Mehl vermahlen.

3. Süßkartoffeln, Mehl und alle anderen Zutaten vermischen, kräftig würzen und zu einem recht festen Teig verkneten.

4. Die Bratlinge formen und dann in etwas Sonnenblumenöl von beiden Seiten für einige Minuten gold-braun braten.

Guten Appetit! Habt ihr auch Lieblings-Bratling-Rezepte?

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