Herbstliche Kürbis-Reis-Puffer mit Bockshornklee-Dip

So, endlich, ich bin zurück! Der gesamte Oktober ist im Nu verstrichen ohne ein einziges Rezept von mir. Das will ich natürlich schleunigst ändern und habe leckere Puffer aus Hokkaido-Kürbis und Reis für euch im Gepäck! Auch ein würziger Dip dazu soll natürlich nicht fehlen. Da wir in diesem Jahr ja erst seit Kurzem überhaupt wirkliches Herbst-Wetter haben, kommt mein Rezept noch ganz passend, hoffe ich. Eigentlich wollte ich es schon zu Halloween posten, aber der erste Versuch ist mir nicht ganz so gelungen, wie ich es mir vorgestellt hatte. Geschmacklich waren die Puffer zwar lecker, aber die Bindung ohne Ei ist doch öfter mal eine Herausforderung… Daher war mir meine erste Puffer-Ladung nicht “stabil“ genug. Im zweiten Anlauf hat es aber geklappt! 🙂

Neben den herbstlichen Zutaten wie Kürbis und Nüssen bestehen die Puffer auch aus Reis – das macht sie zu einem praktischen Resteverwertungs-Rezept, wenn ihr mal zu viel Reis für ein anderes Gericht gekocht haben solltet.

Den Bockshornklee-Dip gab es bei uns übrigens zuerst zu Rohkost-Stiften und ich fand ihn dann auch zu den Puffern sehr passend. Selbst gemachtes Apfelmus schmeckt alternativ aber auch sehr gut dazu und damit könnt ihr bestimmt auch die kleinen Esser am Tisch überzeugen. 🙂

Bockshornklee?

Bockshornklee gehört zu den Gewürzen, die ich durch die Vollwert-Kost neu entdeckt habe. Die Pflanze ist eng verwandt mit dem Schabzigerklee, der bei mir ebenfalls gerne zum Einsatz kommt, schmeckt aber doch anders. Die Gewürze werden aus den Samen der Pflanzen hergestellt und eignen sich beide dazu, mehr “Würze“ an Gerichte zu geben ohne Salz zu verwenden. Man könnte sie beinahe als natürliche Geschmacksverstärker bezeichnen.

Bockshornklee kommt meist als Käse- oder Brotgewürz zum Einsatz und ist auch in Curry-Mischungen enthalten. Er enthält die Aminosäure Histidin und in der Pflanzenheilkunde werden ihm verschiedene gesundheitsfördernde Wirkungen zugeschrieben. An dieser Stelle vielleicht ganz interessant: Unter anderem sollen Bockshornklee-Samen die Milchbildung fördern, weshalb sie von Hebammen und Stillberaterinnen bei Frauen mit Stillschwierigkeiten therapeutisch eingesetzt werden.

So, nun gibt es das Rezept für euch und ich hoffe, dass es bei allen kleinen und großen Essern gut ankommt! Unser Zwerg konnte es wie immer kaum erwarten und hat schon vor dem Braten aus der Teigschüssel genascht…

Kürbis-Reis-Puffer mit Bockshornklee-Dip

Für die Puffer:

250-300g Hokkaido-Kürbis

150g Vollkorn-Reis

350ml Gemüsebrühe

100g Dinkel-Vollkornmehl

2 EL gemahlene Leinsamen

100g gemahlene Hasel- oder Walnüsse

2 EL Schmand

1 TL Curry

1/2 TL Paprika edelsüß

Kräutersalz

Natives Sonnenblumenöl zum Braten

1. Den Reis in der Gemüsebrühe ca. 30 Minuten bei geringer Hitze köcheln und ausquellen lassen. Je nach Reissorte kann die Garzeit etwas unterschiedlich sein.

2. In der Zwischenzeit den Hokkaido-Kürbis (mit Schale!) mit der Gemüsereibe fein raspeln. Dinkel und Leinsamen mischen und in der Getreidemühle vermahlen. Der Leinsamen kann auch in einer geeigneten Küchenmaschine oder einem guten Mixer gemahlen werden. Die Nüsse ebenfalls fein mahlen.

3. Den gekochten Reis mit dem geraspelten Kürbis und allen anderen Zutaten vermischen bis ein gut formbarer Teig entsteht. Abschmecken und ggf. noch etwas nachwürzen.

4. Von dem Teig je einen guten Esslöffel abnehmen und zu kleinen Puffern formen (ca. handtellergroß). Die Puffer in Sonnenblumenöl von beiden Seiten jeweils einige Minuten goldbraun braten.

Wer möchte, kann die Puffer auch im Backofen zubereiten: Bei 200 Grad brauchen sie etwa 20-30 Minuten.

Für den Dip:

1 kleiner Becher Schmand (150g)

1 EL Senf

2 EL Olivenöl

1 TL Apfelessig

1/2 TL Bockshornklee

eine Prise Meersalz

1. Alle Zutaten bis auf den Schmand kräftig mit dem Schneebesen verrühren.

2. Zuletzt den Schmand vorsichtig mit einem Löffel mit den anderen Zutaten vermischen. Wenn Schmand zu kräftig gerührt wird, wird er sehr flüssig.

Guten Appetit!

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