Es ist Beerenzeit! Hier kommt unsere 2-Minuten-Marmelade – rohköstlich, vegan und super lecker!

Eine meiner liebsten Jahreszeiten ist die… Beerenzeit! 🙂 Die Erdbeeren sind mittlerweile abgelöst worden von einer tollen, sommerlichen Vielfalt an Himbeeren, Blaubeeren, Johannisbeeren, Stachelbeeren und Co., die fantastisch schmecken, denn Sonne satt gab es diesen Sommer bisher ja nun wirklich.

Unser kleiner Zwerg, der nun seinen ersten Geburtstag gefeiert hat und damit kein Baby mehr ist, liebt Beeren im Moment ebenfalls über alles – ganz die Mama! Besonders Blaubeeren, aber auch die säuerlichen Johannisbeeren haben es ihm so sehr angetan, dass er nichts anderes isst, solange noch irgendwo weitere Beeren in Sichtweite sind.

Während die kleinen Sommer-Leckereien in Bio-Qualität leider oft gar nicht so leicht zu bekommen sind (sogar unser Bioladen hat nur sporadisch welche im Angebot, aber beim Stand eines Demeter-Hofes auf dem Wochenmarkt hatte ich Glück), ertrinken die Besitzer eigener Sträucher um diese Jahrszeit oftmals in einer wahren Beerenflut. Einmal gepflückt sind diese ja nicht unbedingt lange haltbar. Zum Glück lassen sie sich jedoch in der Küche vielfältig unterbringen: Im morgendlichen Frischkorn-Müsli, in Kuchen oder Muffins und natürlich als Marmelade!

Damit bin ich beim heutigen Thema angelangt. 😉 Denn auf Marmelade und andere süße Brotaufstriche bin ich schon des Öfteren angesprochen worden.  Wenn man erwähnt, dass man keine Fertigprodukte verwendet, sondern alles selbst herstellt, wird das oftmals mit viel, viel Arbeit verbunden. Zugegeben – manchmal kann es das auch sein. Da die Zeit im Familienalltag aber oft eher knapp bemessen ist, ihr kennt das ja sicher, liebe ich schnelle Rezepte so sehr. Und da es davon zum Glück so viele gibt, kommen wir auch ohne größere Küchenorgien vollwertig durch die Woche.

Das Rezept, das ich euch heute vorstelle, ist unser Lieblings-Marmeladen-Rezept und es ist wirklich so einfach und schnell gemacht, dass es eigentlich kaum der Rede wert ist. Ein im Supermarkt gekauftes Marmeladen-Glas aufzuschrauben, geht nur unwesentlich schneller, sorgt aber dafür beim Verzehr in der Regel für einen regelrechten Zuckerschock. 😀 Jetzt fragt ihr euch vielleicht: Marmelade kochen? So schnell? Wie soll das denn gehen? Ganz einfach: Indem man das Kochen sein lässt. Neben dem Zeitvorteil enthält die Rohkost-Marmelade so nämlich noch alle Vitalstoffe, die unsere tollen Beeren so mit sich bringen und ist nicht zuletzt deshalb um ein vielfaches gesünder als ihre gekochte Verwandte. Seit wir uns vollwertig ernähren, habe ich noch kein einziges Mal Marmelade gekocht (obwohl dies natürlich auch vollwertig möglich ist).

Die Rohkost-Marmelade wird bei uns von Groß und Klein gern gegessen und das Glas hält sich meist nicht lange im Kühlschrank. Das ist auch gut so: Denn ewig haltbar ist sie, im Gegensatz zur gekochten Marmelade, natürlich nicht. Dafür lässt sie sich prima einfrieren und wieder auftauen und kann daher sogar auf Vorrat hergestellt werden – obwohl das bei dem wenigen Aufwand eigentlich kaum nötig ist.

Neben der klassischen Verwendung als Brotaufstrich, nutzt mein Mann sie übrigens auch gerne um aus seinem Naturjoghurt, den er gerne mal isst, einen schnellen Fruchtjoghurt herzustellen. Dieser kommt dann ganz ohne die vielen künstlichen Aromen, Farbstoffe und Zucker aus, die ein handelsüblicher Fruchtjoghurt so enthält, und schmeckt herrlich beerig-fruchtig.

Wie funktioniert nun das „Gelieren“ der Rohkost-Marmelade? Mit einer „geheimen“ Zutat, die ich auch schon in meinen Blaubeer-Creme-Törtchen verwendet habe, um die Creme zu stabilisieren: Flohsamenschalen! Diese sind mittlerweile nicht nur in Bioläden, sondern auch in gut sortiertem Supermärkten erhältlich und oft eher für ihre förderliche Wirkung bei einer trägen Verdauung bekannt. 😉 Aber keine Sorge: Ein kleine Menge wirkt nicht gleich abführend.

Damit habe ich auch schon fast alle Zutaten der Rohkost-Marmelade vorgestellt, bis auf das Süßungsmittel: Ich verwende hier Datteln für eine vegane Variante, die allen gut schmeckt. Ihr könnt natürlich auch Honig oder, wenn ihr den Geschmack mögt, Bananen zum Süßen verwenden.

Rohköstliche, vegane 2-Minuten-Marmelade

für ein kleines Marmeladen-Glas

250g Beeren nach Wahl, z.B. Himbeeren, Blaubeeren, Brombeeren… frisch in der Saison, außerhalb auch aufgetaute TK-Beeren

50g Datteln

1/4 TL Flohsamenschalen

Die Beeren zusammen mit den Datteln fein pürieren. Dann die Flohsamenschalen unterrühren und die Marmelade in ein Glas füllen. Ca. eine Stunde in den Kühlschrank stellen – fertig!

Mit der Menge der Flohsamenschalen kann, genauso wie mit den Datteln, Honig o.ä. variiert werden, sodass ihr Marmelade ganz nach eurem Geschmack und in der gewünschten Konsistenz herstellen könnt. Da aufgetaute TK-Beeren mehr Flüssigkeit enthalten (diese braucht nicht abgegossen zu werden), kann hier die Menge der Flohsamenschalen ein wenig erhöht werden.

Was sind eure liebsten Brotaufstriche? Und hättet ihr gerne weitere Aufstrich-Rezepte von mir?

2 Kommentare bei „Es ist Beerenzeit! Hier kommt unsere 2-Minuten-Marmelade – rohköstlich, vegan und super lecker!“

  1. Liebe Lea, ich bin grad im Urlaub, von daher kann ich diese leckere Marmelade nicht gleich nachkochen, ähh nein, nachmixen 😉 Das werde ich aber auf alle Fälle tun, wenn ich wieder daheim bin. Die Flohsamenschalen werden nicht zuvor irgendwie zerkleinert im Mixer oder so?

    1. Hallo liebe Gerti!
      Die Flohsamenschalen sind schon sehr fein, fast wie ein Pulver, und können daher einfach untergerührt werden.
      Viel Spaß beim Ausprobieren demnächst und einen schönen Urlaub noch! 🙂

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