Alles aus einem Topf: One-Pot-Pasta mit Broccoli in Zitronen-Knoblauch-Marinade (vegan)

Essen ist nicht nur Nahrungsaufnahme, um satt zu werden. Fast jeder von uns verbindet mit bestimmten Gerichten Erinnerungen: Das, was wir in der Kindheit gegessen haben, prägt oft unseren Geschmack für unser ganzes Leben. Gerade deshalb ist es so wichtig, dass wir schon den Kleinsten eine gesunde Ernährung nahebringen – wir legen damit einen so wichtigen Grundstein und sie werden es im späteren Leben so viel leichter haben, sich selbst und ihrem Körper Gutes zu tun, mit dem, was sie essen, als wenn sie mit Fastfood und Fertigprodukten aufwachsen. Auch wenn sie sicherlich auch all diese Dinge kennenlernen werden, die eben alles andere als gesund sind und sich vielleicht auch phasenweise so ernähren, wie wir als Eltern nicht für gut befinden, bin ich davon überzeugt, dass dieser Grundstein nie umsonst gewesen sein wird. Ich selber verbinde mit bestimmten Gerichten, Aromen und dem Duft gewisser Speisen Kindheitserinnerungen. Manchmal tut es einfach gut, sich eines genau dieser Gerichte zu kochen und sich ein bisschen selbst damit zu verwöhnen, gedanklich noch mal zurück zu reisen an Mamas Mittagstisch. Oft esse ich diese Gerichte mittlerweile in vollwertig abgewandelter Form, aber das tut dem Ganzen keinen Abbruch.

Jetzt fragt ihr euch bestimmt, warum ich hier in Erinnerungen schwelge. Nein, so einen neumodischen Begriff wie „One-Pot-Pasta“ gab es in meiner Kindheit noch nicht. Trotzdem hat mich dieser Begriff, als ich ihn das erste Mal gehört habe, sofort in meine Kindheit zurück versetzt und zwar aufgrund einer kleinen kulinarischen Sünde, die meine Schwester und ich uns gerne zubereitet haben, wenn unsere Eltern nicht zu Hause waren und als wir gerade so alt genug dazu waren. uns einfache Dinge selbst zu kochen. Ihr wisst bestimmt, wovon ich spreche: Spaghetti mit einer Fertig-Tomatensauce aus Tomatenmark und einer im Papiertütchen abgepackten Gewürzmischung? Das eigentliche Highlight daran war überhaupt nicht das Gericht selbst, sondern die Tatsache, dass wir das Ganze in einem Topf zusammen gekippt und mit unseren Gabeln direkt aus diesem Topf gegessen haben! Da meinen Eltern die Vermittlung von Tischmanieren grundsätzlich wichtig war, standen bei uns niemals Töpfe direkt auf dem Tisch und noch viel weniger hätte man direkt daraus gegessen. „Nudeln direkt aus dem Topf essen“ war war also so eine Freiheit, die wir uns gegönnt haben, wenn die Eltern aus dem Haus waren und daran erinnere ich mich heute noch gerne mit einem Schmunzeln im Gesicht. Wenn die Kinder nichts Schlimmeres anstellen als das, kann man sich als Eltern doch glücklich schätzen, oder?

Um euch heute meine Lieblings-One-Pot-Pasta vorzustellen, habe ich sie zwar in einem Topf gekocht (sonst wäre es ja schließlich keine One-Pot-Pasta), aber ausnahmsweise nicht daraus gegessen, sondern, wie sich das gehört, auf Tellern serviert. 😉 Die Idee der One-Pot-Gerichte ist so einfach wie genial für die schnelle Alltagsküche, wie ich finde. Wenn mein Mann unter der Woche abends nach Hause kommt, bleibt oft einfach nicht mehr die Zeit für stundenlanges Kochvergnügen in der Küche.  Die Mamas kleiner Kinder kennen das sicher. Da ist die One-Pot-Pasta eine prima Möglichkeit, schnell ein warmes Gericht auf den Tisch zu zaubern und das noch dazu ganz ohne hinterher allzu viel Arbeit mit dem Aufräumen der Küche und dem Abwasch zu haben, denn außer einem einzigen Topf werden ja kaum Küchenutensilien verwendet. Eigentlich ist auch das wieder ein sehr einfach abzuwandelndes Grundrezept, das sich auch gut zur Resteverwertung eignet. Je nachdem, was der Kühlschrank und die weiteren Vorräte noch zu bieten haben, wandert mal dieses, mal jenes Gemüse in den Topf und köchelt sich mit den Nudeln im Nullkommanichts zu einem leckeren Gericht zusammen. Einzig sollte man dabei beachten, dass die Garzeiten der einzelnen Zutaten ungefähr zusammen passen müssen. Ist dem nicht so, kann man natürlich einige Zutaten später dazu geben, wie in meinem Rezept die Kirschtomaten.

Also, auf geht’s in den Topf:

One-Pot-Pasta mit Broccoli in Zitronen-Knoblauch-Marinade

für 2-3 Portionen

250g Vollkorn-Nudeln

ein großer Kopf Broccoli (ca. 400g)

1 Zwiebel

ca. 10 Kirschtomaten

1 Bio-Zitrone

50ml natives Olivenöl

3 Zehen Knoblauch

2 EL klein gehackte Petersilie

Meersalz, frischer Pfeffer aus der Mühle

  1. Die Zwiebel in kleine Würfel schneiden und zusammen mit den Nudeln und dem Broccoli in einen großen Topfen geben. Alles mit Wasser bedecken, aufkochen und ca. 10 bis 12 Minuten köcheln lassen. Die Kirschtomaten halbieren und erst 2 Minuten vor Ende der Kochzeit dazu geben, damit sie nicht verkochen.
  2. In der Zwischenzeit die Schale der Zitrone abreiben und den Knoblauch klein hacken und beides beiseite stellen.
  3. Sobald Nudeln und Broccoli gar sind, überschüssiges Wasser in einem Sieb abgießen und alles zurück in den Topf geben.
  4. Den Saft der Zitrone direkt in den Topf pressen, das Olivenöl, Knoblauch und Petersilie dazu geben. Mit Meersalz und Pfeffer abschmecken.
  5. Die One-Pot-Pasta auf Tellern anrichten und mit der abgeriebenen Zitronenschale bestreut servieren.

Guten Appetit!

Ein Kommentar bei „Alles aus einem Topf: One-Pot-Pasta mit Broccoli in Zitronen-Knoblauch-Marinade (vegan)“

  1. Ach nein, wie süß ist das denn?! Ich komme ja leider viel zu selten zum Lesen in deinem Blog, daher bin ich jetzt erst auf das Rezept gestoßen und vor allem dem Text dazu🤗 – definitiv werde ich das mal nachkochen und dann aber auch schön direkt aus dem Topf essen!😍 Schöne Kindheitserinnerung! Mensch, was waren wir rebellisch!😂

Schreibe einen Kommentar